BKA-Studie: Alle fünf Minuten wird in Deutschland eine Frau misshandelt, gestalkt oder bedroht

Fast 140.000 Fälle häuslicher Gewalt wurden 2017 gemeldet, in der überwiegenden Mehrheit waren die Opfer Frauen. Familienministerin Giffey geht davon aus, dass 80 Prozent der Fälle im Dunkelfeld stattfinden.

Familienministerin Franziska Giffey hat in Berlin die Statistik zu Partnerschaftsgewalt des Bundeskriminalamts (BKA) vorgestellt. 113.965 Frauen wurden demnach von ihrem Partner oder ehemaligen Partner misshandelt, gestalkt oder bedroht. „Für viele Frauen ist das Zuhause ein gefährlicher Ort“, sagte Giffey.  zum Artikel

Quelle: www.spiegel.de

Tag gegen Gewalt gegen Frauen 2018

Jedes Jahr im November findet der „Tag gegen Gewalt gegen Frauen“ statt und soll auf die vielfach verdrängten Gewaltprobleme aufmerksam machen.

Frauenhaus Zeitz Fahne Tag gegen Gewalt gegen Frauen

Motto zum Tag gegen Gewalt gegen Frauen

Die traditionelle Fahne wird am Freitag um 9.30 durch den OB der Stadt Zeitz, Christian Thieme, vor dem Rathaus gehisst.

Die Informationsveranstaltung verschiebt sich dieses Jahr aus terminlichen Gründen und wird am 5. Dez. stattfinden.

 

 

 

Neue Website für Hilfe bei digitaler Gewalt

Wir reden in der heutigen Zeit nicht mehr nur von physischer und psychischer Gewalt, sondern zunehmend auch von digitaler Gewalt. Auch wenn manche vermeintlich damit umgehen können, eine erhebliche Belastung stellt sie dennoch dar.

Der bff – Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe hat deshalb eine neue Website freigeschaltet, die primär Hilfe und Information bei digitaler Gewalt liefert.

Die Website

www.aktiv-gegen-digitale-gewalt.de/de/

steht ab sofort zur Verfügung. Natürlich hilft aber auch das Frauenhaus weiter.

Die Pressemitteilung des Bundesverbandes finden Sie hier Pressemitteilung bbf Digitale Gewalt

Gewalt gegen Frauen – ein Beitrag in der Fernsehsendung Frontal 21

Gewalt gegen Frauen, und auch Kinder, ein Thema, das in der Öffentlichkeit nicht wirklich präsent ist. Es wird sicherlich immer wieder kommuniziert, den Umfang kann man aber tatsächlich nur erfassen, wenn man direkt mit den Betroffenen, wie z. B. mit/im Frauenhaus arbeitet und dort täglich damit konfrontiert wird.

Frontal 21 hat sich in einem Beitrag am 30. Okt. 2018 eindringlich des Themas angenommen. Den entsprechenden Link haben wir hier eingestellt.

In diesem Fernsehbeitrag kam auch eine Frau zu Wort, der angeraten wurde, wieder nach Hause zu gehen, da das Haus voll sei. Für uns unerklärlich! Selbst wenn wir voll belegt sind, incl. der Notzimmer, machen wir in so einem Notfall immer etwas oder Alternativen möglich.

Erlös des Zuckerfestes 2018 geht an das Frauenhaus

Zum diesjährigen Zuckerfest haben die Zeitzer Bäcker die Besucher wieder mit einem extragroßen Zuckerkuchen versorgt.

Zeitzer Bäcker/innen bei der Scheckübergabe an das Frauenhaus

Der Erlös aus dem Zuckerkuchenverkauf, immerhin stolze 1.500 Euro, ging dieses Jahr an das Frauenhaus Zeitz. Übergeben wurde der symbolische Scheck in Anwesenheit von Oberbürgermeister Christian Thieme an Frau Claudia Höfler-Loff und Herrn Gerhard Wilhelm, den Initiatoren des Frauenhauses.

Mit dieser Spende ist es uns möglich, dringende Investitionen in das Mobiliar, das schon arg in die Jahre gekommen ist, mitzufinanzieren.

Herzlichen Dank den Zeitzer Bäckern und vor allem den vielen Zeitzern und auswärtigen Besuchern, die die Spende ermöglicht haben.

 

Frau Prof. Dr. Kolb-Janssen zu Besuch im Frauenhaus

Prof. Dr. Angela Kolb-Janssen (zweite von rechts)

Die Wiedereröffnung unseres Frauenhauses zum April 2013 ging seinerzeit maßgeblich auf die Unterstützung von Frau Prof. Dr. Angela Kolb-Janssen zurück, zu der Zeit Ministerin für Justiz und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt.

Daher waren wir besonders erfreut, dass wir sie anlässlich eines Besuches in diesem September in Zeitz auch bei uns im Haus begrüßen konnten.

Ohne sie gäbe es das Frauenhaus sicherlich nicht. In diesen etwas mehr als fünf Jahren hatten wir über 5.000 Belegungstage durch schutz- und hilfesuchende Frauen und fast 4.500 Belegungstage durch die ebenfalls immer wieder betroffenen Kinder.

OB Thieme auf Stippvisite im Frauenhaus

OB Christian Thieme mit Claudia Höfler-Loff (links), Initiatorin des Frauenhauses und der Leiterin Janina Bergk (rechts)

Christian Thieme, Oberbürgermeister der Stadt Zeitz, informierte sich kürzlich mit seinem Besuch im Frauenhaus – Frauen- und Kinderschutzwohnung – Zeitz über die Arbeit im Frauenhaus. Neben der Unterbringung und Betreuung Schutzsuchender Frauen und Kinder, regional wie auch überregional,  gehören auch umfangreiche und vielfältige Beratungen zum Angebot und zu den Aufgaben der Mitarbeiterinnen. Die Beratungen zielen  darauf ab, wo immer möglich einen Aufenthalt gar nicht erst erforderlich zu machen bzw., wo immer sinnvoll, möglichst zu vermeiden. Ziel der systemischen Beratung ist es, familiäre Strukturen zu erhalten und zu stützen.

Wo das nicht möglich ist, ist das Haus über die Notfallnummer 0160 – 64 84 913 täglich 24 Stunden zu erreichen. Mit der intensiven regionalen und überregionalen Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Trägern kann gut auf besondere Erfordernisse reagiert und auf diese eingegangen werden.

Wer hilft Frauen in Notsituationen?

Eine Frau steht auf dem Balkon ihrer Wohnung und wirft kleine Zettel herunter, auf denen steht: „Hilfe – mein Mann sperrt mich ein.“ Aus der Wohnung hört man eine männliche Stimme „Was stehst du dort rum, komm herein und koch lieber Kaffee!“ Eine Passantin bückt sich nach dem Zettel und informiert die Polizei.

Dies ist nur ein Beispiel von vielen, die die Mitarbeiterinnen der Frauenschutzwohnung in Zeitz erfahren, wenn sie in Kontakt mit Frauen treten,  die häusliche Gewalt erleben oder von ihr bedroht sind.

Nachdem die Einrichtung 2012 durch den vorherigen Träger geschlossen wurde, hatte die AMBULife gGmbH als neuer Träger auf Initiative von Frau Rechtsanwältin Claudia Höfler-Loff das Haus im April 2013 neu eröffnet.

Mit Unterstützung der Stadt Zeitz wurde das alte und nun neue Gebäude mit gespendeten Möbeln eingerichtet. Im April 2018 feierten die Mitarbeiterinnen nun den 5. Geburtstag – und das nicht allein. Zu einem kleinen Festakt luden sie Mitstreiter, Unterstützer und vor allem die Netzwerkpartner ein. Um den Hilfe suchenden Frauen ein neues Leben ohne Gewalt und Bevormundung ermöglichen zu können, bedarf es der Beratung, des Mutmachens, der Begleitung zu Ämtern, der Hilfe beim Ausfüllen von Anträgen u.ä.

Es bedarf der Lobbyisten, die sich für die Rechte dieser Frauen in unserer Gesellschaft einsetzen sowie den  Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Amtsstuben, die diese umsetzen helfen. All diesen Menschen wurde im Namen der bisher 89 aufgenommenen Frauen mit ihren insgesamt 82 Kindern ein herzliches Dankeschön ausgesprochen. Obwohl ein Großteil dieser Frauen aus der Stadt Zeitz mit ihrem Umland stammte, fanden auch Frauen aus dem gesamten Burgenlandkreis sowie darüber hinaus die Hilfe und Unterstützung der Einrichtung.

Wenn Sie mehr über die Frauenschutzwohnung wissen möchten, stehen Ihnen die Mitarbeiterinnen des Frauenhauses jederzeit gerne zur Verfügung.