Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“: Zwölf Prozent mehr Anrufe

Im vergangenen Jahr gab es 42.000 Beratungskontakte beim Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“. Das seien zwölf Prozent mehr als 2017, wie das Bundesfamilienministerium mitteilte. Die Anzahl der Beratungen stieg damit zum fünften Mal in Folge. In 59 Prozent der Fälle war den Angaben zufolge häusliche Gewalt Anlass für ein Beratungsgespräch. zum Artikel

Quelle: www.spiegel.de

Sie helfen Familien in Notsituationen

Nein zu Gewalt an Frauen

Mit verschiedenen Veranstaltungen des Zeitzer Frauenhauses wird für die Rechte der Frau gekämpft.

Zeitz (mh). Geschlagen, bedroht und gedemütigt – viele Frauen leben viele Jahre mit ihrem gewaltbereiten Mann zusammen, bevor sie sich Hilfe suchen. Diese Frauen finden gemeinsam mit ihren Kindern im Frauenhaus in Zeitz Schutz. Dabei sind Konfession und Nationalität irrelevant. Neben der Unterbringung gehören auch vielfältige Beratungen zu den Aufgaben der Mitarbeiterinnen des Zeitzer Frauenhauses. Die Beratungen zielen darauf ab, einen Aufenthalt zu vermeiden. Dafür wird versucht, die familiären Strukturen zu erhalten und zu stützen. Janina Bergk ist seit 5 Jahren Mitarbeiterin im Frauenhaus Zeitz. Die 36-jährige Erziehungswissenschaftlerin  erklärt im Interview mit Super Sonntag, warum auch noch im Jahr 2018 Frauen Gewalt angetan wird.

Super Sonntag: Männer schlagen und bedrohen ihre Frauen auch heutzutage noch. Können Sie dafür Gründe nennen?
Janina Bergk: Eigentlich müssten wir dies die Männer fragen. In manchen Fällen Weiterlesen

Wollen Sie uns helfen?

Wir suchen nach wie vor ehrenamtliche Helferinnen für das Frauenhaus, insbesondere für das Notruftelefon.

Was bedeutet das im Einzelnen?

Völlig unproblematisch! Das Notruftelefon wird von Ehrenamtlichen Helferinnen außerhalb der üblichen Geschäftszeiten wechselweise übernommen. Bei einem „Notfall“ außerhalb der Dienstzeiten wird Schutzsuchenden ein Zimmer zugewiesen und eine kurze Einweisung ins Haus gegeben.

Alles Weitere übernehmen unsere Damen dann am nächsten Tag.

DSGVO und Datenschutz im Frauenhaus

Die zusätzlichen bürokratischen Anforderungen der Datenschutzgrundverordnung gelten nun seit einem knappen Jahr.

Warum bürokratische Anforderungen?

Der Datenschutz an sich ist nicht neu und im Frauenhaus hatten und haben die persönlichen Daten einen extrem hohen Stellenwert und wurden und werden absolut vertraulich behandelt. Mit anderen Worten: von Anfang an, seit unserer Eröffnung im April 2013, hat der Datenschutz bei uns  Priorität, woran sich durch die teilweise verständliche Aufregung im vergangenen Jahr nichts geändert hat.

Einzig die vorgegebenen Dokumentationspflichten über die Einhaltung des Datenschutzes haben sich verändert und sind umfangreicher geworden.